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Ostern - der schwere Stein ist fort

Am Ostermorgen wollen die Frauen nach Jesu Grab schauen, sie wollen ihrer Trauer Ausdruck verleihen. Doch dann ereignet sich ein großes Erdbeben - Sinnbild dafür, dass das, was festzustehen schien - der Tod - ins Wanken gerät. Eine neue Wirklichkeit bricht sich Bahn. Der schwere Stein wird durch einen Engel vom Grab Jesu gewälzt. Der schwere Stein, der all die Trauer, all das Schwere und Leidvolle, der all die Verletzungen auch in unserem Leben symbolisiert, er ist weggerollt. Und wie um die Übermacht Gottes über alles Leid und über den Tod selbst zu demonstrieren, setzt sich der Engel auf den Stein. Und er sagt: "Fürchtet euch nicht! Jesus ist auferstanden!"

 

An Ostern will Gott unseren Glauben an eine Welt erschüttern, in der nur das als wahr gilt, was auch bewiesen werden kann; unseren Glauben an die Vorstellung, dass mit dem Tod alles aus ist. Einem Erdbeben gleich hat Gott eben dieses Denken der beiden Frauen am Ostermorgen erschüttert und Raum geschaffen für die befreiende Osterbotschaft. Diese Botschaft verleiht ihnen Flügel. Mit diesen Flügeln gehen sie zurück in ihr Leben, zurück in ihren Alltag. Dieser wird von nun an zwar kein ganz anderer sein. Auch nach dieser umstürzenden Botschaft haben Menschen Not, Leid und Tod erlitten. Auch nach der Osterbotschaft haben Menschen an Gott gezweifelt, weil die Not kein Ende nimmt. Aber immer wieder haben Menschen sich seitdem auch an den Engel erinnert, der den schweren Stein bei Seite gerollt und sich zum Zeichen für Gottes Macht daraufgesetzt hat.

Gott ist stärker als der Tod. Jesus lebt, mit ihm auch ich. Diese Botschaft kann uns in allem Schweren innere Freiheit, Trost und Zuversicht geben.

Mögen Sie diesen Trost spüren. 

Das wünscht Ihnen 
Ihre Pastorin Janina Boysen